Ein paar wirre Gedanken

Ich möchte weinen.
Ich sitze alleine vor dem Wald und schaue auf die gegenüberliegende Straße, während irgendwo in der großen weiten Welt abseits meiner Lebensrealität Menschen im Mittelmeer ertrinken, Menschen ausgebeutet werden, damit ich mir an der gegenüberliegenden Tanke beigefarbenen Pueblo-Tabak kaufen kann…
Mir wird wieder einmal klar, dass ich absolut kein Bewusstsein dafür habe, was um mich herum geschieht und die Scheuklappen meiner Sozialisierung mich isolieren und in Ketten legen.
Mir wird wieder einmal klar, dass dieses Leben, dieses System, all das, was gerade passiert, falsch ist.
Mir wird wieder einmal klar, dass es eine Revolution braucht.

Jedes Gespräch mit einer Elternperson mit ihrem Kind, die mir davon erzählen, was sie mit diesem Wald verbinden und mich fragen, wie sie helfen können, ihn zu schützen
oder jede Person von der BI, die sich einen Baum aussucht, um sich an ihn zu binden um ihn zu schützen
All die Momente, in denen wir gemeinsam am Feuer sitzen und über Utopien sprechen, Lieder singen oder gemeinsam Zines lesen,
all die Momente, in denen wir im Block eng verkettet zusammenstehen,
die Momente, in denen wir in der GeSa unsere Solidarität zueinander ausdrücken, indem wir so richtig viel Krach machen und die Momente, in denen uns Genoss*innen in Empfang nehmen, umarmen und für uns da sind, wenn wir wieder draußen sind, …
all diese Momente sind für mich ein Stück Revolution.
In all diesen Momenten schöpfe ich Hoffnung, Energie und Kraft.