Lost sein aka die Suche nach “IdentitĂ€t!?”

Ja denn wir können alles sein, alles ist möglich, grade deswegen weil wir uns dem bewusst sind, ist es so eine schwierige entscheidung wer wir sein wollen, welche seite wir nachgehen wollen und bisher habe ich das eher unbewusst entschieden und bisher mich immer nur fĂŒr die rĂ€ume entschieden, in denen ich mich aufhalten möchte und gleichzeitig ist das ja genau das was entscheidet wer ich sein will, die umgebung, die ich mir aussuche, die leute mit denen ich mich umgebe, der lebensstil den ich verfolge
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Outcall to Fridays for Future Frankfurt because of Racism at their demo on 28.01.2023

Today people from Fecher went to a FFF demo about Police Represion. We wanted to hold our speech in German and English. The person that was going to hold the speech in English arrived just at the end of our speech and only managed to ask the organisers that we wanted to do the speech in english once another speech started. The organisers said it is not possible to hold the speech in English because it would take too long! What the hell is this racist shit. There was a group of people who attended the demo that did not speak German and would have liked to hear our speech in English. One of them went to the organisers to say they would like to hear the Fecher speech in English. The organisers told them that it would happen. After all the speeches were held the person went to the organisers thinking it was time to hold the speech. The organisers said “not now but maybe later”. The person said “if you can not say yes I can do the speech then I will leave because of your racisim, I feel very excluded by this”. One organiser then said “Ok, then have a good day, goodbye”. 
We are doing this outcall publicly because we feel this would be the strongest way to adress this racism and to smash this behaviour out of our Climate Justice Movement and Left scene. This is shocking and un-acceptable that this happened in a soo called “left demo” in 2023! The person who was affected by this racisim felt silenced, excluded and small when this happened and left the Demo with a small group who also left in Solidarity. This is not the first time that organisers of a “Climate Justice Movement” demo silenced a non-german speaking person and did not allow them to talk and honestly we do not think it will be the last. 
We as the Climate Justice Movement are very priviliged in our activism, we have to acknowledge our privilege and use it to help less priviliged people and movements. Alot of us have our rooms that we can go to, have enough money to travel all over Germany supporting the movement and speak German.  The least that this movement can do is make space in their demo’s for non-german speeches to be shared. We are willing to have a reflection round with FFF but only if they accept that they where racist and in the wrong on this situation and they contact us. 
I hope you have a good day too 😉
Goodbye

Aufruf zu Fridays of Future Frankfurt wegen Rassismus auf ihrer Demo am 28.01.2023

Heute waren Leute von Fecher auf einer FFF-Demo zum Thema Polizeirepression. Wir wollten unsere Rede auf Deutsch und Englisch halten. Die Person, die die Rede auf Englisch halten sollte, kam gerade am Ende unserer Rede an und schaffte es nur, die Organisator*innen zu fragen, ob wir die Rede auch auf Englisch halten können, nachdem  die nĂ€chste Rede schon angefangen hatte.Die Organisator*innen sagten, es sei nicht möglich, die Rede auf Englisch zu halten, weil es zu lange dauern wĂŒrde! WTF ist diese rassistische Scheiße. Es gab eine Gruppe von Leuten, die an der Demo teilnahmen, die kein Deutsch sprachen und unsere Rede gerne auf Englisch gehört hĂ€tten. Eine*r von ihnen ging zu den Organisator*innen, um zu sagen, dass sie die Rede vom Fecher gerne auf Englisch hören wĂŒrden. Die Organisator*innen sagten ihnen, dass dies geschehen wĂŒrde. Nachdem alle Reden gehalten worden waren, ging die Person zu den Organisator*innen weil sie dachte, es sei Zeit, die Rede zu halten. Die Organisator*innen sagten “nicht jetzt, vielleicht spĂ€ter”. Die Person sagte: “wenn ihr mir nicht zusichern könnt das ich die Rede halten darf werde ich wegen eures rassistischen Verhalten gehen. Ich fĂŒhlemich sehr ausgeschossen”. Der*Die Organisator*in sagte: “Ok,schönen Tag und TschĂŒss”. 
Wir machen diesen Aufruf öffentlich, weil wir der Meinung sind, dass dies der beste Weg ist, diesen Rassismus anzusprechen und dieses Verhalten aus unserer Klimagerechtigkeitsbewegung und der linken Szene zu verbannen. Es ist schockierend und unfassbar, dass dies auf einer so genannten “linken Demo” im Jahr 2023 passiert ist! Der*Die Betroffene fĂŒhlte sich zum Schweigen gebracht, ausgegrenzt und klein gemacht und verließ die Demo mit einer kleinen Gruppe, die ebenfalls in SolidaritĂ€t ging. Dies ist nicht das erste Mal, dass eine nicht-deutsche Person auf einer “Climate Justice Movement”-Demo zum Schweigen gebracht wurde und nicht zu Wort kommen durfte und ehrlich gesagt glauben wir nicht, dass es das letzte Mal sein wird. 
Wir als Klimagerechtigkeitsbewegung sind in unserem Aktivismus sehr privilegiert, wir mĂŒssen unser Privileg anerkennen und es nutzen, um weniger privilegierten Menschen und Bewegungen zu helfen. Viele von uns haben ihr eigenes Zimmer, haben genug Geld, um durch ganz Deutschland zu reisen und die Bewegung zu unterstĂŒtzen und sprechen Deutsch.  Das Mindeste, was diese Bewegung tun kann, ist, auf ihren Demos Raum fĂŒr nicht-deutsche Reden zu schaffen, um sie zu teilen. Wir sind bereit, eine Reflexionsrunde mit FFF zu fĂŒhren, aber nur, wenn sie einsehen, dass sie in dieser Situation rassistisch und im Unrecht waren und sich mit uns in Verbindung setzen.
 Hoffe ihr habt auch einen schönen Tag 😉
TschĂŒss

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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Der Fecher ist gerÀumt

Triggerwarning: Polizeigewalt (psychisch und physisch), KnÀste, Schusswaffen, lebensgefÀhrliche Situationen

Der Fecher ist gerĂ€umt. Ein Ort der fĂŒr uns und viele andere so viel bedeutet hat. Ein anarchistischer Freiraum, Wohnraum und ein Ort an denen sich nicht nur eingefleischte, durchreflektiere Stadtlinke wohlfĂŒhlten, wurde mithilfe eines massiven Polizeiaufgebot gerĂ€umt. Doch von vorne. Am 19. Januar fing die RĂ€umung an. Um 5 Uhr und ohne Licht marschieren hunderte BFE Cops ins Barrio, wĂ€hrend sich gleichzeitig die Baumaschinen von Cattau Garten- und Lanschaftsbau warmliefen. SEK und Klettercops ließen auch nicht lange auf sich warten. Autobahn und Borsigallee wurden gesperrt und ZĂ€une errichtet. 1800 Cops sollten den ersten Tag der RĂ€umung absichern. Das Vorgehen der Polizei am ersten Tag lies schon nur ein Fazit zu: Ob im Baum oder in der Gesa, unsere Unversertheit, Sicherheit und unser (Über)leben waren allerhöchstens Nebengedanken. Zum Beispiel wurden Traversen geschnitten auf denen Menschen standen, es wurden BĂ€ume gefĂ€llt direkt neben besetzten Strukturen. Auf eine Person, die sich auf einer Traverse befand wurde sogar mit einer Schusswaffe gezielt, mit der Ansage sich den Seilen der Cops nicht zu nĂ€hern, sonst wĂŒrden diese schießen! Das schlimmste aber war, dass einer Person in der Gesa lebenswichtige Medikamente verwehrt wurden, weswegen diese eine Nacht im Krankenhaus verbringen musste. Wer so leichtfertig mit Menschenleben umgeht, erntet garantiert unseren Hass!

Der nĂ€chste Tag hielt dann einen neuen Kriminalisierungsversuch bereit: Menschen wurde nun auch Hausfriedensbruch vorgeworfen. Dies bedeutete ĂŒber 26 Stunden Gesa mit brennenden Licht in der Zelle die ganze Nacht und als Krönung des Psychoterrors, das Vorlegen eines Haftbefehls bis zum Prozessbeginn (also mehrere Monate!) wegen nicht angeben der Personalien. Die hessische Justiz benutzt hier den zu keinem Zeitpunkt erfĂŒllten Tatbestand des Hausfriedensbruch einzig und allein dazu die Taktik der Personalienverweigerung effektiv zu unterbinden, oder nur verbunden mit mehreren Monaten U-Haft zu zulassen. Eine Person hat deswegen knapp sieben Tage in U-Haft verbracht. Wir werten all dies als einen gezielten Angriff auf eine Aktionsform und Bewegung die der BRD immer mehr in die Seite sticht und nur weiter wĂ€chst. Alle Repressionsorgane arbeiteten hier in voller Harmonie: Von den Cops, die uns gewalttĂ€tig rĂ€umen, mit psychischer Gewalt zusetzen, die uns einsperren, uns drangsalieren und unsere Leben gefĂ€hrden. Über die hessische Justiz die ihre eigens konstruierten Gesetze bricht, alles durchwinkt was Polizei und Staat sich aus den Fingern saugen und versucht Menschen fĂŒr Lappalien monatelang Wegzusperren. Bis hin zur staatseigenen Autobahn GmbH die sich als Antragstellerin des Hausfriedensbruch einreiht in das Spiel.

FrĂŒh ließ sich erahnen mit wieviel politischem Druck die RĂ€umung durch Behörden und Gerichte geboxt werden sollte. Zwei abgelehnte Eilklagen, Umweltministerium und Polizei die Druck auf die Forstbehörde ausĂŒbten um eine AllgemeinverfĂŒgung/Waldsperrung ganz nach ihren WĂŒnschen und Vorstellungen zu bekommen , sind sicherlich die beiden erschreckendsten FĂ€lle.

Am Ende der RĂ€umung bleiben nun Anklagen, Verletzungen, TrĂ€nen und Schmerz ĂŒbrig aber auch ein ungebrochener Wille weiter zu machen gepaart mit der Überzeugung hier genau im wunden Punkt dieses Dreckssystems rumzustochern. Es bleibt außerdem den Wald nicht einfach aufgegeben zu haben und den Cops drei ganze Tage alles an KapazitĂ€ten, Geld und Nerven gekostet zu haben. Ihnen auf den Traversen davon gerollt, sie mit dem Wurfhaken ausmanövriert und ordentlich gepöbelt zu haben, lĂ€sst uns in diesen Tagen hĂ€ufig hĂ€misch grinsen und macht Lust auf mehr (Skillshares fĂŒr alles kommen sicherlich 🙂 ).

Keine RĂ€umung werden wir vergessen, vergessen werden wir auch nicht die Tage in der U-haft oder Gesa, keine gerĂ€umte Struktur und keinen einzigen gefĂ€llten Baum. Aus jeder RĂ€umung werden wir neue Besetzungen sprießen lassen. Mit neuen Ideen, neuer Wut, neuen GefĂ€hrt*innen und Erfahrungen werden wir in die nĂ€chsten KĂ€mpfe gehen. Auf das neue autonome RĂ€ume aus dem Asphalt brechen und das unertrĂ€gliche Normal dieser Gesellschaft ins Wanken gerĂ€t! Auf das die Mauern und ZĂ€une des rassistischen Knastsystems ein fĂŒr alle mal zur Staub zerfallen!

Feuer der Repression, Flamme allen KnÀsten!

FĂŒr Zorn, Liebe und Anarchie!

(ENGLISH TRANSLATION)

Fecher is evicted

Trigger warning: police violence (psychological and physical), jails, firearms, life-threatening situations.


The Fecher has been evicted. A place that meant so much to us and many others. An anarchist space, living space and a place where not only die-hard, thoroughly reflected urban leftists felt comfortable, was evicted with the help of a massive amount of police forces. But lets start from the beginning. On January 19, the eviction began. At 5 a.m. and without lights, hundreds of BFE cops marched into the barrio, while at the same time the construction machines of Cattau Garten- und Lanschaftsbau were warming up. SEK and climbing cops did not wait for long to join them. Autobahn and Borsigallee were closed and fences erected. 1800 cops were in the forest to secure the first day of the eviction. The actions of the police on the first day already allowed only one conclusion: Whether in the tree or in the Gesa, our safety and our survival were at most secondary thoughts. For example, traverses were cut on which people were standing, trees were cut down right next to occupied structures. One person who was on a traverse was even pointed at with a firearm, with the announcement not to approach the ropes of the cops, otherwise they would shoot! But the worst thing was that one person in the Gesa was denied vital medication, so they had to spend a night in the hospital. Those who are so careless with human lives are guaranteed to earn our hatred!


The next day then held a new criminalization attempt: People were now also accused of trespassing. This meant over 26 hours Gesa with burning light in the cell the whole night and as the final part of the Psychoterrors, the presenting of an arrest warrant up to the beginning of the process (thus several months!) because of not giving them their peronal data. The Hessian justice uses here the at no time fulfilled accusation of trespassing only to effectively prevent the tactics of the personal data refusal, or to permit it only in connection with several months of pre-trial detention. One person spent almost seven days in custody because of this.

We see all this as a targeted attack on a form of action and movement that is increasingly stabbing Germany in the side and is only continuing to grow. All the organs of repression worked here in full harmony: from the cops who violently evicted us, who inflicted psychological violence on us, who imprisoned us, harassed us and endangered our lives. From the Hessian justice system that breaks its own laws, waves through everything that the police and the state can think of, and tries to lock people up for months because of trivialities. Up to the state-owned highway GmbH which joins as applicant of the trespass to the game.


Early on it could be seen with how much political pressure the eviction was to be legaised and legitimated by authorities and courts. Two rejected urgent lawsuits and the Ministry of Environment who along with the police exerted pressure on the forest authority to get a allgemeinverfĂŒgung/cloig of the forest for the public exacty how they envisioned it, are surely the two most frightening cases.


At the end of the eviction now lawsuits, injuries, tears and pain remain but also an unbroken will to continue the fight paired with the conviction to be stabbing directly into an open wound of this shitty system. What also remains is hat wwe did no desert the forest but instead cost the cops three whole days everything in capacities, money and nerves. To have rolled away from them on the traverses, to have outmaneuvered them with the throwing hook and to have shouted and screamed at them properly, makes us often grin maliciously these days and makes us want to do more (skillshares for everything will surely come 🙂 ).

We will not forget a single eviction, we will not forget the days in the U-haft or Gesa, no evicted structure and not a single felled tree. From each eviction we will sprout new occupations. With new ideas, new anger, new companions and experiences we will go into the next struggles.Lets fight so that new autonomous spaces break out of the asphalt and the unbearable normal of this society starts to shake! Let the walls and fences of the racist prison system crumble into dust once and for all!
Fire to the repression, flame to all prisons!

For anger, love and anarchy!

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Im Labyrinth (Text eines Waldbesetzis)

Manchmal, wenn ich so nach draußen blick, in die vollen Straßen schaue,
die StĂ€dte aus Beton, dann wird mir ganz kalt, ich glaub, wir ha‘m den Kampf schon verlor‘n.
Manchmal, wenn ich in deine leeren Augen blick, die auch keinen Plan ha‘m wo lang,
dann ĂŒberkommt mich ein GefĂŒhl der Angst und Hilflosigkeit,
viel zu lang schon suchen wir nach dem Pfad, raus aus diesem Labyrinth,
dem Weg zu einem besseren Leben,
doch wenn ich so in die Straßen blick und mich mal umschaue,
dann wird mir ganz schnell kalt.

Wir haben BaumhÀuser gebaut und Maschinen blockiert,
so oft vielen wir hin, immer wieder aufgestanden und ĂŒber unsere Perspektivlosigkeit pleniert,
Ach verdammt, wie oft dachte ich, es geht nicht mehr,
das geht hier alles viel zu schnell,
Das ist mir alles viel zu viel,
da kommt auch schon das Bullenschwein, haut mir zur BegrĂŒĂŸung eine rein und zerrt mich raus
Bin unten, die HÀnde voller Sekundenkleber, sie zerstören das Baumhaus und bringen mich in die GeSa.

Jetzt sitz ich da, der Bulle fragt nach meinem Namen, ich sage nix und stell mir vor, ich wÀr wo anders.
Sie brechen mir fast den Arm, ich denke an lodernde Flammen,
die den ganzen Scheiß zerfressen, bloß nichts ĂŒbrig lassen,
wie das System tausende von Individuen zerfrisst.

Manchmal, wenn ich so auf all die Narben blick, die ich trag aus meinem Widerstand,
frag ich mich, wozu das alles gut war.

Doch dann, wenn du mich anschaust, mit diesem Feuer in den Augen, wir die ganze Nacht da sitzen, Lieder singen am Feuer und alle zusammen einen rauchen,
im Angesicht der Bestie, trotzdend aller Staatsgewalt,
dann weiß ich, dass ich richtig bin,
genau hier in diesem Wald.

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Pressemitteilung: Dieses Wochenende Keine RĂ€umung und Rodung im Fechenheimer Wald!

Pressemitteilung von Freitag, dem 13.01.2023

+++ Dieses Wochenende keine RĂ€umung und Rodung im Fechenheimer Wald +++

Auf Anfrage der Aktivist*innen im seit September 2021 besetzten Fechenheimer Wald teilte der Verwaltungsgerichtshof in der Sache des Heldbock-Verfahrens mit, dass die Autobahn GmbH zusagte, bis einschließlich Montag nicht zu Roden. Das Gericht muss zunĂ€chst zu einer Entscheidung kommen.

Parallel dazu lĂ€uft am Verwaltungsgericht Frankfurt ein Eilantrag der Waldbesetzer*innen gegen die AllgemeinverfĂŒgung des Forstamts, eine Aktivist*in fordert freien Zugang zu deren Baumhaus, das Gericht entscheidet in dieser Sache frĂŒhstens Montag Vormittag. Bis dahin hat die Polizei zugesichert von Vollzugsmaßnahmen, also einer RĂ€umung abzusehen.

“Die Arbeiten stehen still, erneut muss die BĂŒrokratie zunĂ€chst einmal innehalten.
Wir sind hier weiterhin vor Ort, wir sind bunt laut und vielfĂ€ltig. Wir freuen uns, wenn Menschen vorbeikommen.”, erklĂ€rt Viola, eine Aktivistin im Wald.

Bis zu einer Entscheidung der Gerichte ist fĂŒr die Aktivist*innen im Wald klar, dass die Arbeiten vorerst still stehen. Wie es danach weitergeht, ist bisher unklar. Bea, eine andere Aktivistin aus dem Wald, ist zuversichtlich: “Wir sind hier jetzt schon eine ganze Weile. Das hier ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wir sind ausdauernd, weil wir tief entschlossen sind. Wir wollen eine Welt, in der wir auch in 50 Jahren noch leben können. Wenn meine Enkel mich spĂ€ter einmal fragen, was ich denn so gemacht habe, als es noch Eisberge gab, werde ich antworten, dass ich gegen die Autobahn gekĂ€mpft habe.
Unser Haus steht schon lange in Flammen. Deswegen ist es Zeit, raus zu gehen und zu handeln. Das passiert ĂŒberall. Was hier passiert, ist ein Klimawandel zwischen uns. Wir leben eigenverantwortlich und möglichst hierarchiefrei, in Liebe zueinander und das schafft eine soziale Basis die uns Kraft gibt fĂŒr den Widerstand.”

RĂŒckfragen gerne an:
Telefon: 015212065821
Mail: fecher_presse@riseup.net

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🖕 Scheiß auf die Autobahn und die “Cattau Garten- und Landschaftsbau” GmbH!

Innerhalb der Containerburg aus 66 Hochseecontainer auf dem ehemaligen Wagenplatz gegenĂŒber des Barrios werden Zerstörungsmaschinen der Firma “Cattau Garten- und Landschaftsbau” von den Bullen bewacht.

Die Website der Firma findet eins unter https://cattaugalabau.de
Die ha’m ne E-Mail, ne Telefonnummer und (ĂŒberraschung) eine Adresse:
info@cattaugalabau.de
05130 6093737
Varenkamp 2, 30900 Wedemark

Diese Information möchten wir hier transparent machen und (natĂŒrlich unabhĂ€ngig davon) betonen, dass wir uns ĂŒber Aktionen in SolidaritĂ€t mit dem Fecher sehr freuen.

Auch, wenn die Bullen ihre Drohkulisse vor dem Wald aufbauen und versuchen uns mit Flutlichtanlagen und EinschĂŒchterungsversuchen mĂŒrbe zu machen, bleiben wir standhaft und sind weiterhin vor Ort.
Seit September 2021 halten wir den Fechenheimer Wald besetzt und stellen uns dem in den 70er Jahren geplanten Ausbau der A66/A661 in den Weg.

Wir bringen das System zum Innehalten und wollen, dass Menschen anfangen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nicht zuzulassen, dass ihr Leben fremdbestimmt wird von einigen wenigen menschengemachten Institutionen, denen wir das Recht beimessen, Fakten zu schaffen.

Politiker*innen, zu denen ich keinerlei Bezug habe, sitzen in Parlamenten und stecken den Rahmen fĂŒr Millionen von Leben ab, mit denen sie schlicht nichts gemein haben. Sie schließen Deals zugunsten riesigert Konzerne, die unsere Umwelt zerstören und uns unserer Lebensgrundlage berauben.

Wir leben weit ĂŒber unsere VerhĂ€ltnisse hinaus, das System stellt sich selbst als alternativlos dar, auf zu vielen Ebenen faulen die Strukturen, zu tief sitzt die Sozialisierung.

Genug der Worte. Ich sitze hier und schreibe diese Zeilen voller Wut, voller Trauer und Angst um diese Welt, aber auch voller Entschlossenheit, Liebe, und der Gewissheit dass unsere SolidaritÀt stÀrker ist, als ihre Repression. Ich hoffe, sie finden ihre Adressat*innen-

Kommt rum, seid bunt und laut, lasst uns gemeinsam neue Wege gehen.

Wir sind queer, pervers und arbeitsscheu und die Bullen können uns alle mal kreuzweise.

Love & Rage
Autonome GrĂŒĂŸe von irgendwelchen wĂŒtenden Waldleuten


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Pressemitteilung: Wir kooperieren nicht!

Update: Jetzt kam die Forstbehörde Groß Gerau noch am Freitag Abend mit ihrer AllgemeinverfĂŒgung zur Waldsperrung inklusive Sicherheitsbereich. Das macht den Hinweis, die Polizei sei nicht neutrale, politische Akteurin, wenn sie sich selbst ihren Sicherheitsbereich schafft aber nicht gegenstandslos: Die Polizei hat sich diesen extrabreiten Sicherheitsbereich von 90m Metern, als Puffer gegen unliebsamen Protest unbedingt gewĂŒnscht. Die Forstbehörde hat sich zunĂ€chst fĂŒr nicht zustĂ€ndig erklĂ€rt, hat der Polizei jetzt aber ihren Wunsch erfĂŒllt.

Die Polizei Frankfurt versucht sich gerade als transparente Behörde zu inszenieren, mit einem InformationsgesprĂ€ch fĂŒr die parlamentarische Beobachtung der RĂ€umung. Zu diesem GesprĂ€ch wurden Vertreter*innen der Römerfraktionen und OrtsbeirĂ€te eingeladen. Und laut einigen Presseartikeln sollen auch wir daran teilnehmen. Dazu möchten wir klarstellen: wir kooperieren nicht und wir nehmen auch an keinem InstrumentalisierungsgesprĂ€ch teil!

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AllgemeinverfĂŒgung zur Waldsperrung ab 11.01. in Kraft – Polizeieinsatz ab Donnerstag (12.01.) sehr wahrscheinlich

Die Autobahn GmbH möchte noch diese Rodungssaison 2.7 Hektar im Fechenheimer Wald roden, um dort zwei Baustraßen fĂŒr den Bau des Riederwaldtunels zu bauen. Folgende Informationen sind uns aktuell bekannt.

Die Autobahn GmbH hat angezeigt, den Fechenheimer Wald von Freitag (6.01.) bis Ende Januar sperren zu lassen. Das Forstamt Groß-Gerau hat am Freitag (6.01.) eine AllgemeinverfĂŒgung erlassen, mit einem Waldbetretungsverbot plus 90 m breite Sicherheitszone. Diese wird aller Wahrscheinlichkeit nach Dienstag (10.01.) im Frankfurter Amtsblatt veröffentlicht, die dann am Mittwoch (11.01.) in Kraft treten soll.

Die RodungsflĂ€che wird zur RĂ€umung sicherlich eingezĂ€unt. Also: don’t be late! Ob am Mittwoch, mit GĂŒltigkeit der AllgemeinverfĂŒgung der Wald schon eingezĂ€unt wird wissen wir nicht.

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Frequently Asked Questions

Wir haben im Wald ein paar Antworten auf Fragen ausgehĂ€ngt, die wir so oder so Ă€hnlich immer wieder gestellt bekommen, fĂŒr Menschen, die diese Fragen vielleicht auch gerne mal stellen wĂŒrden, aber keine Gelegenheit dazu finden. Es freut uns, dass immer wieder Menschen stehen bleiben und interessiert lesen:

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Neue Infos im Zusammenhang mit Tag X

Mehrere Medien haben bereits davon berichtet, dass am 09.01 die Polizei zum Kooperations GesprÀch mit der parlamentarischen/kirchlichen Beobachtung einladen lÀsst.
Angeblich sind auch wir eingeladen, persönlich ist das nicht an uns herangetragen worden. Wir haben keinerlei Interesse an so einer Veranstaltung teilzunehmen und positionieren uns ganz klar gegen ein Kooperations/Info GesprÀch mit den Cops!

Weitere nennenswerte Info ist außerdem die Tatsache, dass der Teufelsbruch (der Weg, der umsĂ€umt mit BĂ€umen zum Fecherwald fĂŒhrt/ nahe der Ubahn Haltestelle Gwinnerstraße) seit Donnerstag dem 22.12 mit schellen und Stacheldraht komplett eingesperrt ist und die Baustelle weiterhin von Copwagen bewacht wird.

Viele Leute und Anwohner*is kommen mit uns ins GesprĂ€ch und beschweren sich, dass die Wege langfristig ĂŒberall nicht mehr zugĂ€nglich sein werden, die sie seit Jahrzehnten gegangen sind und solidarisieren sich jetzt kurz vor der möglichen RĂ€umung ebenfalls lautstark mit dem Protest.

Haltet euch bereit.
#Fecherbleibt

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